Freeridetouren Schweiz – Winterräume sind das Paradies

Der Winter ist noch lange nicht vorbei. Weder im Allgäu noch anderswo. Man muss nur etwas weiter nach oben. Das die Berge in der Schweiz doch den einen oder andren Meter höher sind als bei uns schadet im Moment nicht. Mittlerweile fahren wir schon mit großer Routine über die Landesgrenzen da es einfach so wie vor Corona ist. Ehlich gesagt ein Witz. Aber gut es funktioniert extrem gut mithilfe der Medien.

Wieder einmal heißt es keulen zu Beginn. Ultra schwere Rucksäcke für 4-5 Nächte mit feinstem Essen für die Tage. Dazu noch Steigesen Seil etc. für den Spaß an der Sache. 800 Hm werden so doch anstrengend. Egal wer das große Privileg hat auf 2200 Meter höhe eine urige Hütte sein eigen zu nennen für die Tage kann dafür auch schwitzen. So gut das die Jungs hier im Sommer die Alp schmeißen und Käs machen. Alter sooooo gut! Holzofen einheizen, Schnee schmelzen, Trinkwasser 250Hm  hochschleppen. Back to Basics. Strom gibts keinen. Also Handy aus schön ist die Welt. Was für ein Gemuss. Diese Ruhe hier oben. Kein Lärm keine Ablenkung nur das knistern des Ofens und ein satter Glasklarer Sternenhimmel!

Hier oben hat´s auch schon ewig nicht mehr geschneit. Dazu hat es gefühlt Wochenlang Orkanartig gestürmt. Die Gegend ist bekannt für den Wind… aber so!! Windzeichen vom anderen Stern. In der großen Hoffnung das die Sonne die prügel harte Schneeoberlfäche auffirnt machen wir uns auf den Weg Richtung Piz Cavel. Ein Klassiker mit super schönen und spannenden Skigelände. Eine geniale Aussicht auf die umliegenden Täler geben einen guten Eindruck für die bevorstehenden Tage. Trotz spätem Start und viel Zeit lassen firnt die ersten 600 Hm gar nix. Hinstehen wie zu alten Skirennfahrzeiten ist die Devise. Gut wer neben den verhackten Spuren noch paar schöne Steile Rinnen sichtet die nicht verspurt sind. Top und der Firn kommt doch noch! Nice. Was tun auf so einer Hütte. Aufkochen Cafe trinken Karten spielen und mit dem Fernglass jeden Meter abscannen der vor die Linse kommt. Zu gut.

Große Pläne keine Bindung. So ärgerlich das bei den Bedingungen Leo´s Bindung nicht im Ski halten will. Damm it. So muss er leider zu Fuß zurück. Wir gehen derweil noch eine riesen Runde über die Greina Ebene in Richtung Piz Greina. Um dem ganzen noch ein bisschen Alpinen Touch zu geben beschließen wir die Route alá Allgäuer. Rinne hochpickeln und mit Steigesen und Pickel über den ausgesetzten Grat zum Gipfel. Geil! So ein alpines Ründchen. Wieder Random Schnee aber egal was ne geile Action. Am Ende sind es doch 2000 Höhenmeter für den Tag. Cafe, Karten Snacks That it for the day. Noch bissl Skifahren und weil ja nicht mehr alle ein funktionierende Rutschgerät haben gehen wir kurzerhand bissl Bergsteigen ohne Ski. Super gutes Training um mit Steigeisen und Pickel souverän zu werden. Halt immer das Beste drauß machen. Das fällt einem hier oben definitv extrem leicht.

Was für eine Mega gute Zeit. ‚Dolce Vita auf Schweizerisch. Gutes Essen, Snacks, fette Berge und schöne Alpine Actions irgendwo zwischen 2000 und 3200 Metern.

Danke Leo & Neli für die Hammer Tage

Cheers Eric